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title: "Rettung von Schloß Broich | Schloss-Sanierung"
url: "https://www.schloss-broich-muelheim.de/schloss-kennenlernen/schlossrettung"
description: "Zehn Jahre lief das nachhaltige Projekt zur Erhaltung von Schloß Broich. Infos zur Schloss-Sanierung, Denkmalpflege, archäologischen Funden & vielem mehr gibt's hier."
language: "de"
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Schlossrettung
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Gemeinsam stark

 

Schloss-Sanierung &amp; Denkmalpflege
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Zahlreiche Schloss-Retter haben einen unglaublichen Beitrag dazu geleistet, die umfangreiche **Schloss-Sanierung** zu ermöglichen. Viele kreative Aktionen und Spendengelder verschiedenster Menschen, Vereine und Unternehmen haben uns geholfen, das älteste Mülheimer Baudenkmal für künftige Generationen zu erhalten.

Alle können helfen und ein Teil dieses wichtigen, **nachhaltigen Projekts** werden.

Jeder Stein, jede Säule, jeder noch so kleine archäologische Fund erzählt eine Geschichte. **Denkmalpflege** ist ein wichtiger Baustein, der nicht nur eine Investition in die Vergangenheit ist, sondern auch in die Zukunft. Unser **Schloß Broich Mülheim** ist sowohl ein Ort der Geschichte, als auch ein Ort der Begegnung, des Lernens und der Inspiration.

Jede Unterstützung hilft dabei, das kulturelle Erbe zu erhalten. Jeder Beitrag zählt!

 

Jetzt Schloss-Retter werden!
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Spendenkonto

Für den Erhalt von Schloß Broich werden jährlich ca. 50.000 € benötigt. Wer einen Beitrag leisten möchte, kann den Spendenbeitrag auf das folgende Konto überweisen. Das Schloss freut sich über jede Unterstützung!

- Stadt Mülheim an der Ruhr
- IBAN: DE78 3625 0000 0300 0001 00
- BIC: SPMHDE3EXXX
- Verwendungszweck: Kassenzeichen 9900000002249 Denkmalschutz

 

„Wir sind Schloss-Retter, weil …
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*… die Geschichte unserer Stadt ohne Schloß Broich unvorstellbar wäre und dieses einzigartige Zeugnis unserer Stadtgeschichte jeden Aufwand der Erhaltung verdient hat.”*

\- Dr. Kai Rawe, ehemaliger Leiter des Stadtarchivs

*… wir um die regionale Verankerung und Verantwortung in Mülheim wissen und auch jungen Leuten in Zukunft die Chance geben wollen, ein Stück intakter Geschichte zum Greifen nah zu haben.”*

\- Falk W. Paschmann, Geschäftsführer Edeka Paschmann

*… meine Familie und ich uns als echte Mülheimer mit dem Schloss besonders identifizieren!”*

\- Andreas Sinoradzki, Inhaber von Garten- und Landschaftsbau &amp; Hydro-Service

 

Schloss-Retter Volksbank &amp; Mölmsche Leckereien

Leckereien fürs Schloss

Die erste Aktion zur Schlossrettung: Brigitte Ruß, Inhaberin vom Café „Mölmsche Leckereien” fertigte 160 Schlosssteine aus Blätterteig an, dekoriert mit Schokolade und Marzipan. Unter dem Motto „Eine Torte für Schloß Broich” verkaufte sie das Backwerk und spendete den Erlös. Die durch den Verkauf zusammengetragene Summe wurde von der Volksbank Mülheim-Mitte aufgestockt. Brigitte Ruß und Monique Selendic, Filialleiterin Volksbank Mülheim-Mitte, wurden damit zu den ersten „Schloss-Rettern“.

Schloss-Retter-Team beim Kuli Treff

Merchandise: Steine für Schloß Broich

Nicht nur Mülheimer Gastronomen präsentierten sich auf dem 17. Kulinarischen Treff an der Ruhr, auch Schloß Broich hatte etwas zu verkaufen: Original-Bohrkerne, die bei den Bauarbeiten aus der jahrhundertealten Mauer gezogen wurden. Ein Stück des historisch wertvollen Ruhr-Sandsteins konnten die Gäste kaufen und damit direkt die Sanierung unterstützen.

Praktische Souvenirs gab es auch in Form der speziellen „Schloss-Retter“-Tassen. Zusätzlich beantworteten MST-Mitarbeitende Fragen zum Schloss und zum aktuellen Sanierungsstand. Unterstützt wurden sie dabei von einem ehrenamtlichen Ritter der Gesellschaft für Burgenmarketing.

Schloss-Retter-Aktion von Edeka Paschmann

Edeka-Azubis organisieren Spendenaktion

Auszubildende der Mülheimer Filialen von Edeka Paschmann hatten sich als Teil ihrer Lehre für ein selbst gewähltes Projekt engagiert. Ihre Wahl fiel auf die Aktion Schloss-Retter. An zwei Tagen verkauften sie vor fünf Märkten Süßes und Deftiges für kleines Geld: Berliner, Currywurst oder Mettwürstchen. Die Kundschaft wurde nicht nur satt, sondern gleichzeitig selbst zu Schloss-Rettern.

Der Erlös ging – zusätzlich aufgestockt von Edeka Gföller und nochmals von Edeka Paschmann aufgerundet – auf das Spendenkonto von Schloß Broich. Die Sanierung schritt dank Edeka Paschmann ein großes Stück voran.

Schloss-Retter-Banner

Hole-in-one! Minigolf für einen guten Zweck

„Minigolfen für Schloß Broich“ hieß es bei Diana Ross-Frank, Pächterin der Golf- und Tennisanlage und Inhaberin der Tennisschule „Tennis und Fitness” in Broich. In der gepflegten, parkähnlichen Anlage durfte nach Herzenslust Minigolf gespielt werden – die Hälfte des Erlöses kam der Schloss-Sanierung zugute. Neben dem Spendenanteil aus dem allgemeinen Eintrittspreis wurde zusätzlich alle zwei Stunden eine Überraschungsverlosung ausgetragen, deren Einnahmen ebenfalls zum Teil in die Schlossrettung flossen.

Konzert im Innenhof von Schloß Broich

Mit der Gitarre bei Hofe

Die Mülheimerin Corny Held ließ sich mit ihrem Musikerkollegen im Innenhof von Schloß Broich nieder und spielte unplugged in bester Straßenmusiktradition Oldies, Folk, Evergreens sowie eigene Kompositionen. „Das Schloß Broich ist eine so schöne Location, deshalb möchte ich gern zum Erhalt meinen Teil beitragen!“ sagte Held. Mit dabei war die Schloss-Retter-Spendenschatztruhe, deren Inhalt am Ende des Unplugged-Konzert zum Erhalt von Schloß Broich beitrug.

Petra Büse-Leringer

Schloss-Schweinchen in Buchhandlung

Petra Büse-Leringer und Karin Tator kombinierten im Geburtsmonat ihrer Buchhandlung „Bücherträume“ in Broich eine Spendensammelaktion mit einem kleinen Herbstfest. Unter dem Motto „Stöbern – Entdecken – Genießen” gab es Leder-, Filz-, Tuch-, Papier und Perlenschmuck sowie Marmelade, Tee und Wein zu entdecken und kaufen. An der Kasse konnte das Schloss-Retter-Sparschwein mit Münzen für die Schloss-Sanierung gefüttert werden.

Das Sparschwein wurde bei weiteren Veranstaltungen aufgestellt. Zusätzlich stockten die Buchhändlerinnen den Erlös auf und überwiesen ihn auf das Spendenkonto von Schloß Broich.

Schloss-Retter: Lesung von Dagmar Schenda

Broicher Vampirgeschichten

Die Mülheimer Autorin Dagmar Schenda gab bei einer Romanlesung im Rittersaal einige Kapitel aus ihrem Vampir-Roman „Der vermeintliche Verlust” zum Besten, um für die Sanierung Spendengelder zu sammeln. Der Roman handelt von den Vampiren Karl und Matthias, deren Zuhause das Schloß Broich ist.

In den Pausen konnte das Publikum die Tecklenburger Kammern inspizieren. Heinz Hartling, ehrenamtlicher Experte des Mülheimer Geschichtsvereins, gab den Teilnehmenden einen Einblick in die Hintergründe der, erst in den 1960er Jahren entdeckten, Grablege.

Klasse 4b der Lierbergschule

Kinderbuch: Nächster Halt Vergangenheit

Inspiriert durch Schloß Broich und seine Geschichte entwickelte die Arnold Multimediacentrum GmbH gemeinsam mit der Kinderbuchautorin Anja Bölling ein Kinderbuch, welches Mülheimer Familien die Stadtgeschichte nahebringen sollte.

Die Idee, Schloß Broich zu unterstützen, entstand daraus, künftigen Familien die Möglichkeit zu geben, das Schloss zu besuchen. Deshalb wurde ein Teil der gesammelten Spendengelder direkt an die Schloss-Retter weitergeleitet. Mit der Klasse 4b der Lierbergschule erhielt die erste Schulklasse das neue Buch und die erste Spende der Firma Piwi - Bauelemente (Peter Weinert) wurde auf das Spendenkonto überwiesen.

Arbeitskreis Spurensuche

Spende aus Buchprojekt

Unerwartet wies das Schloss-Retter-Spendenkonto einen höheren Geldbetrag auf. Dieser stammte vom Arbeitskreis „Spurensuche“ Mülheim an der Ruhr. Die Mitglieder hatten sich intensiv mit 400 Jahren Schulgeschichte der Stadt beschäftigt und daraus ein Buch entwickelt, welches großes Interesse bei Mülheimern und Mülheimerinnen weckte.

In dem Brief an die frühere Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld schrieb Hans-Dieter Strunck: „Der schulgeschichtliche Rückblick beginnt mit der Zeit, als Wilhelm Wirich Herr auf Schloß Broich war. Dass sein Haus einmal das aller Bürgerinnen und Bürger sein würde, hat er sicher nicht absehen können.“ Weil den Mitgliedern daran gelegen war, dieses „Haus“ für künftige Generationen erhalten bleibt, wurde eine Spende an die Schloss-Retter beschlossen.

Übergabe der Schloss-Retter-Spendentruhe

Geschichte verbindet

Der Geschichtsverein Mülheim an der Ruhr e. V. und Schloß Broich sind seit Jahrzehnten eng verbunden. Der Verein betreibt das Historische Museum im Hochschloss ehrenamtlich. Dr. Kai Rawe und und Beate Fischer übergaben im Juli 2015 vertretend für den Geschichtsverein eine Spende an die Aktion Schloss-Retter.

Bereits ab Ende 2014 ließ der Geschichtsverein alle Spenden der Museumsgäste der Schloss-Sanierung zukommen. Zudem wurde einstimmig beschlossen, mit einer größeren Spende zum Erhalt des Denkmals beizutragen, sodass eine stolze Summe übergeben werden konnte. Der Geschichtsverein unterstützte die Sanierung bereits mit höheren Sachspenden sowie ehrenamtlicher Mitarbeit seiner Mitglieder.

Hochzeitsdekoration im Wappenzimmer

Jubelpaar wird Schloss-Retter

Ein Paar, das im Sommer Goldene Hochzeit feierte, verzichtete freiwillig auf teure Geschenke und monetäre Beiträge für die eigene Geldbörse. Stattdessen wurde für das Schloss gesammelt. Durch die mehr als großzügige Geste der Gastgebenden und Gäste wurde eine Spendensumme im vierstelligen Bereich an die Aktion Schloss-Retter überwiesen.

Eine schöne Idee, die dazu beitrug, dass auch viele kommende Generationen Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen und andere Events im Schloß Broich feiern dürfen.

Keksform mit Schloss-Motiv

Geschichtsverein backt für Schloß Broich

Ob Kuchen in Mauerform oder Adventsplätzchen mit Schlossmotiv – leckeres Gebäck im Schloß-Broich-Stil gab es in der Adventszeit vom Geschichtsverein Mülheim an der Ruhr e. V. Der Erlös aus dem Verkauf im Tersteegenhaus in der Mülheimer Altstadt kam der Schlossrettung zugute. Unter anderem wurde „Broicher Spekulatius“ verkauft, den die Vereins-Mitglieder selbst gebacken hatten.

Der Clou: Der Teig nach eigens kreiertem Rezept wurde in Holzmodeln mit einem stilisierten Schlossmotiv gebacken, die ein Vereinsmitglied extra geschaffen hatte.

Logo Rotary Club Mülheim an der Ruhr 

Rotarier als Schloss-Retter

Der Rotary Club „Mülheim an der Ruhr Schloss Broich” überraschte 2015 mit einem vorzeitigen Weihnachtsgeschenk: einer großzügigen Spende zur Sanierung.

Mit der alten Karolingerfestung im Logo war es für den Club ein besonderes Anliegen, zur Sanierung des historischen Bauwerks beizutragen. Vor allem künftige Generationen hatten die Mitglieder bei ihrer guten Tat im Blick: Unter dem Motto „Zukunft braucht Vergangenheit” überwies der Club eine Spende auf das Schloss-Retter-Konto.

Ein besonderes Augenmerk wird im Clubleben auf die Verbindung von Jung und Alt gelegt, insbesondere den Austausch zwischen den Generationen. Schloß Broich hat in dieser Hinsicht eine wichtige Funktion zur Vermittlung von Wissen über frühere Generationen.

Scheck-Übergabe RWE an Schloss-Retter

Frische Energie für marode Schlossmauern

Frische Energie wollte auch der Energiekonzern RWE liefern und zur Spendensammlung animieren. Dafür wurde ein Familienkalender erstellt, der im Energieladen Mülheim an der Ruhr im MedienHaus kostenlos mitgenommen werden konnte. RWE übermittelte die Spendeneinnahmen für die Erhaltung von Schloß Broich im Januar 2016 an die MST.

Bereits 2014 wurden Gäste auf die freiwillige Spende zugunsten eines guten Zwecks hingewiesen. Die RWE Vertrieb AG spendete den Ertrag an die Aktion Schloss-Retter. Als erlebbares Stück Mülheimer Geschichte und gleichzeitig Veranstaltungsort für diverse Events und Konzerte sowie Tagungen, Empfänge und mehr sah die RWE in dem Mülheimer Wahrzeichen einen enormen Wert.

Schloss-Retter-Spendentruhe

Büchertrödel lässt die Kasse klingeln

Der Tanz Turnier Club Mülheim an der Ruhr e. V. unterstützte das Schloss mit einem Büchertrödel, dessen Erlös der Aktion Schloss-Retter zugute kam.

Mit Kuchen-, Torten- und natürlich Bücherspenden (Romane, Kinderbücher, Sachbücher und zwei Kisten mit antiquarisch anmutenden Werken) wurde gesammelt. „Ich freue mich, wenn wir mit unserer Spende zumindest einen kleinen Beitrag zum Erhalt von Schloß Broich beisteuern konnten”, sagt Susanne Buchholz, die den Trödel ins Leben gerufen hatte.

Verkauf Bob-Geldorf-T-Shirts

Mit Bob Geldof zum Schloss-Retter werden

Sir Bob Geldof rockte bei der RUHRBÜHNE 2016 mit seinen Welthits wie „I Don’t Like Mondays“ sowie neueren Titeln den Schlosshof.

In den Tagen nach dem restlos ausverkauften Spektakel konnten sich diejenigen, die den ehemaligen Boomtown Rats-Sänger nicht live erleben konnten, ein von Bob Geldof handsigniertes T-Shirt in der Touristinfo sichern. Die Einnahmen kamen dabei ausnahmslos der Schloss-Sanierung zugute.

Deniz Türkmen

Ein Lied für Luise

Gleich mit zwei Benefizkonzerten engagierte sich der Mülheimer Pianist Deniz Türkmen für die Erhaltung von Schloß Broich. Er trat jeweils im September 2015 und 2016 im Kammermusiksaal der Stadthalle Mülheim auf. Der Erlös ging in voller Höhe auf das Schloss-Retter-Spendenkonto.

Der damals 24-jährige Deniz Türkmen hat die Werke großer Komponisten der romantischen Musikepoche gemeistert. Unter dem Motto „Romantik im Ruhr-Venedig“ spielte er sein zweites Schloss-Retter-Benefizkonzert „Für Luise“, die spätere preußische Königin, die als Kind zum Gast im Schloß Broich war. Höhepunkt des Konzerts war seine eigens komponierte „Grand Sonata”. Sein zweites Konzert war zudem ein Abschiedskonzert, da er anschließend für ein halbes Jahr in Rom musizierte.

Schloss-Retter Carolin Lorenz

Exklusive cut\_out-Kunst

Kunst gab es beim zweiten Schloss-Retter-Benefizkonzert von Deniz Türkmen auch abseits der Bühne: Carolin Lorenz stellte Werke aus ihrer „cut\_out“-Reihe vor, die im Anschluss gekauft werden konnten.

Die studierte Innenarchitektin und Künstlerin fertigte Schwarz-Weiß-Aufnahmen markanter regionaler Bauwerke an – darunter Schloß Broich – bei denen dreidimensionale Papiermodelle mit den bearbeiteten Fotografien im Dialog stehen. Die aus dem Bild ausgeschnittene Silhouette verdeutlichte, wie sehr das bedrohte Wahrzeichen in Mülheim fehlen würde. Mit dem Verkauf der Kunstwerke konnte weiteres Geld für die Sanierung gesammelt werden.

Mölmsche Mahlzeit auf der Weißen Flotte

Mölmsche Mundart

Der „Mölmsche Mundart-Abend” ehrte nicht nur die traditionelle Mülheimer Sprache, sondern kam auch Schloß Broich zugute. Der Geschichtsverein Mülheim an der Ruhr e. V. organisierte das gemeinnützige Event sowohl im Herbst 2015 als auch im September 2016.

Im Haus der Stadtgeschichte wurden Metmeekes der Bürgergesellschaft „Mausefalle“, des Stammtisches „Aul Ssaan“ und des VHS-Arbeitskreises „Wir lernen Mölmsch Platt“ Dönekes und Vertällekes op Mölmsch vorgetragen. Der Eintritt war frei, der Hut ging 'rum. Der durch diese Veranstaltungen gesammelte Betrag kam der Schloss-Sanierung zugute.

Klaus Schröter

Schloss-Retter und Schellack-Schätzchen

Als die Arbeiten an der Umgebungsmauer zur MüGa und der nördlichen Ringmauer fast fertiggestellt waren, organisierte der Geschichtsverein im Vortragssaal im Haus der Stadtgeschichte einen musikalischen Abend. Es ging auf Zeitreise ins Berlin der 1920er- bis 1940er-Jahre, die sogenannte „Goldene Ära deutscher Tanzorchester”. Klaus Schröter führte mit seinem Grammophon „Von Clärchens Ballhaus ins Swinging Delphi“ und berichtete von namhaften Orchestern sowie prunkvollen Tanzpalästen.

Rund 60 Gäste konnten an diesem informativen und beschwingten Abend in die versunkene Epoche deutscher Unterhaltungskultur mit Zeitdokumenten und Schellack-Schätzchen eintauchen. Der Eintritt war frei. Die Spenden, die zusätzlich aufgerundet wurden, gingen auf das Schloss-Retter-Konto.

Skulpturenwiese am Schloß Broich

Grüner Daumen hoch!

Die Mülheimer Garten- und Landschaftsbaufirma „AS Galabau” kümmerte sich um die neue Bepflanzung der Grünflächen am Schloss. Die Rasenfläche zwischen MüGa-Park und Schlossmauer, die durch Bagger und Transportfahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen wurde, erhielt eine frische Begrünung.

Zugunsten der Schloss-Sanierung gewährte Andreas Sinoradzki, Inhaber von „AS Galabau“ – Garten- und Landschaftsbau &amp; Hydro-Service, der MST für die Dienstleistungen einen Rabatt, den er von den Kosten abzog.

Wasserbahnhof Mülheim

Party zur Rettung des Schlosses

Unter dem Motto „Womanizer“ wurde im Franky’s am Güterbahnhof eine Party veranstaltet. Der Organisator Womanizer Events spendete einen Teil der Einnahmen an die Aktion Schloss-Retter. So konnten die Besucherinnen und Besucher tanzen, Spaß haben und gleichzeitig Schloss-Retter werden.

Die Party war die letzte Aktion der Schloss-Retter. Im November 2019 wurde die Schloss-Sanierung erfolgreich abgeschlossen. Das Team freut sich trotzdem weiterhin über Spenden, die der Erhaltung von Schloß Broich zugute kommen.

 

Als Dank für das große Engagement
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Schloss-Retter-Tafel

Zu Ehren aller Schloss-Retter wurde im Innenhof eine Tafel mit den Namen der Beteiligten errichtet.

Sie haben sich auf verschiedenste Weise für die Sanierung von Schloß Broich eingesetzt, z. B. durch den Verkauf von Gebäck und Büchern oder die Durchführung von Konzerten. Hinzu kamen viele weitere Gemeinnützige – Vereine, Konzerne und Privatpersonen – die sich mit Geldspenden oder Werbebannern an der Schlossrettung beteiligten.

Die Spendentafel steht im Innenhof unmittelbar neben dem Eingang zum Erlebnispfad. Aufgeführt sind rund 150 Namen der Schloss-Retter.

 

Ein Buch für Schloß Broich
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Die Schlossrettung

In drei spannenden Kapiteln erzählt das Buch „**Die Schlossrettung. Das bewegte Leben des Schloß Broich zu Mülheim an der Ruhr – Eine Zeitreise**“ die Geschichte von der Entstehung des Schlosses in den Jahren 883 / 884 bis zum Abschluss der Sanierung. Die Buchautoren beschäftigen sich mit folgenden Themen:

- Was macht ein Denkmal zum Denkmal?
- Die Grabungen und ihre historischen Hintergründe
- Die Schlossrettung: Sanierung 2010 – 2020

Das Buch ist für 49 € u. a. in der Mülheimer Touristinfo und im Historischen Museum erhältlich und über den Buchhandel bestellbar.

 

Rückblick: Sanierung 2010 bis 2020
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Bauabschnitte

- Palas-Fassade Straßenseite
    
    **Bauabschnitt 1**
    
    Die Palas-Fassade an der Straße ist ein echter Blickfang für Vorbeigehende. Sie wurde aufgrund dieser Nähe zu Mülheimern und Mülheimerinnen sowie Gästen der Stadt zuerst saniert.
    
    Die Baugerüste waren im Sommer 2014 verschwunden, als zu Füßen des Südwestturms ein Loch entdeckt wurde. Eine dichte Bepflanzung hatte dies zuvor verdeckt. Die kleine Höhle gab Rätsel auf, das archäologische Interesse war geweckt. Deshalb verzögerte sich der Abschluss der Arbeiten um einige Wochen.
    
    Nachforschungen ergaben: Das Loch stammte aus dem 15. Jahrhundert, als der neu errichtete Südwestturm als Küchenturm diente. Später soll dort ein etwa 1,5 x 1,5 Meter großes, unregelmäßiges Loch gebrochen und ein Backsteinkanal verlegt worden sein. Ab den 1960er Jahren verdeckte ein Betonfundament Teile des Bereichs. Der neuzeitliche Kanal soll zum Ableiten des Abwassers in den damaligen Burggraben gedient haben.
- Ringmauer Innenhof R 1
    
    **Bauabschnitt 2**
    
    Das Mauerwerk direkt neben dem Torbogen an der östlichen Ringmauer wurde vom Winter 2013 bis zum Herbst 2014 saniert. Obwohl der Bauabschnitt im Innenhof lag, konnten Events wie die Broicher Schlossnacht oder die RUHRBÜHNE (heute MÜLHEIM SUMMER OPEN AIR) wie geplant stattfinden.
- Ringmauer Südost R 2 – R 6
    
    **Bauabschnitt 3**
    
    Bereits 2011 wurde ein „Korsett“ zur dringend benötigten Notsicherung installiert. Witterung und Feuchtigkeit hatten Fugen instabil werden und Steine herausbrechen lassen. Die Sanierung des ersten großen Bauabschnitt jenseits des Innenhofs und eines der kostenträchtigsten Teilstücke erfolgte von Mai 2014 bis August 2015.
    
    Auf der Rückseite der Ringmauer fand sich eine Überraschung: Alte Ziegelsteine aus dem 12. Jahrhundert bildeten einen Rundbogen – Spuren eines damals vorhandenen Raumes. Darüber hinaus stießen Bauarbeitende im November 2014 hinter der Mörtelschicht auf einen Hohlraum und ein dort eingemauertes Zinnkästchen.
    
    Im Juni 2014 wurde an der Ringmauer zur Straßenseite ein Gerüst angebracht. Unternehmen konnten sich ab Juli 2014 mit einem Werbebanner als Schloss-Retter engagieren.
- Ringmauer Innenhof R 10
    
    **Bauabschnitt 4**
    
    Wie bereits 2012 und 2013, als kurz vor den Weihnachtsfeiertagen die Sanierungsanträge für die Südfassade bzw. den südöstlichen Teil der Ringmauer bewilligt wurden, traf im Dezember 2014 erneut ein positiver Zuwendungsbescheid bei der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) ein: Weil für andere Projekte beantragte Zuschüsse nicht abgerufen wurden, flossen sowohl Bundes- als auch Landesmittel von insgesamt 164.000 € zurück, die für die Sanierung der Schlossmauer abgerufen wurden. Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt wurden mit 313.500 € brutto kalkuliert.
    
    Damit wurde die dringend erforderliche, kurzfristige Instandsetzung des Mauerstückes zwischen Hochschloss und nördlicher Ringmauer ermöglicht. Dieser Abschnitt offenbarte sich als besonders anspruchsvoll, da sich in den hohen und dicken Mauern zwei begehbare „Etagen“ sowie eine mehrere Meter tiefe Fensternische befanden. Die Mauerkrone erwies sich als extrem desolat – die oberste Steinlage ließ sich bereits mit bloßen Händen abtragen.
    
    Ein weiterer Antrag für den restlichen Teil der Ringmauer wurde damals bereits eingereicht. Die Arbeiten an allen Ringmauer-Abschnitten sollten frühestens 2016 / 2017 fertiggestellt sein, trotzdem warteten zu diesem Zeitpunkt weitere große Bauabschnitte auf die Sanierung: Die zuvor bereits notgesicherten Turmfragmente, die Palas-Fassaden zum Innenhof und des Hochschlosses sowie die Umgrenzungsmauer zum MüGa-Park.
- Ringmauer Nord R 7 – R 9
    
    **Bauabschnitt 5**
    
    Nach der vollständigen Sanierung konnte ab 2017 die Mauerkrone am höchsten und dicksten Teil der nördlichen Ringmauer am Hochschloss wieder betreten werden. Dadurch konnte Gästen wieder die Aussicht zur Ruhr und über die MüGa hinweg sowie eine einzigartige Perspektive auf die historische Anlage mit den Turmfragmenten geboten werden.
- Äußere Ringmauer U 1 – U 3
    
    **Bauabschnitt 6**
    
    Das Schloss wurde ab August 2017 auch aus Richtung des MüGa-Parks wieder angemessen repräsentiert: Der beliebte Nordwestturm konnte dank neuer Treppenstufen und neuem Geländer erneut als Aussichtspunkt genutzt werden. Die alte Wappentafel des Broicher Grafengeschlechts wurde – als Replik – wieder in die Mauer eingepasst.
- Historische Anlage mit Turmfragmenten
    
    **Bauabschnitt 7**
    
    Der älteste Teil von Schloß Broich liegt innerhalb der Ringmauer. Die Turmfragmente gehen bis ins Jahr 883 zurück. Dieser bedeutende Teil wies nach dem Winter 2012 / 2013 starke Schäden auf und erhielt eine spontane Notsicherung. Sie deckte nicht nur die bedrohten Räume ab, sondern verlieh der Anlage mit den zur Beschwerung eingesetzten Steinplatten eine ganz eigene Ästhetik.
    
    Nach der Sanierung 2018 wurde die Notsicherung entfernt, wodurch die Turmfragmente – die älteste Keimzelle der einstigen Sperrburg gegen die Wikinger – wieder zum echten Blickfang wurden.
- Palas-Fassade zum Innenhof, Hochschloss und Innenhof
    
    **Bauabschnitt 8**
    
    Der letzte Bauabschnitt, bevor die Sanierung abgeschlossen werden konnte, konzentrierte sich auf den Innenhof. 2019 wurden die Fassaden des Hochschlosses und des Palas-Mansardbaus zur Seite des Innenhofs saniert. Zudem erhielt die Hoffläche mit seinen Naturdenkmälern eine Umgestaltung mitsamt LED-Außenbeleuchtung. Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Lösch- und Trinkwassertrennung wurden ebenfalls modernisiert.
    
    Während dieser Bauarbeiten konnte der Schlosshof ein halbes Jahr lang nicht betreten werden – das Historische Museum im Hochschloss blieb geschlossen. Die Fertigstellung dieses Bauabschnitts im November 2019 beendete auch die gesamte Sanierung von Schloß Broich. Fast zehn Jahre liegen zwischen dem Beginn der Planung und dem Abschluss der Sanierung.

 

- Vorher-Nachher-Vergleich: Hochschloss
- Vorher-Nachher-Vergleich: Nordwestturm
- Vorher-Nachher-Vergleich: Palas-Mansardbau
- Vorher-Nachher-Vergleich: Ringmauer (MüGa)
- Vorher-Nachher-Vergleich: Ringmauer
- Vorher-Nachher-Vergleich: Schlosshof
- Vorher-Nachher-Vergleich: Giebel
- Vorher-Nachher-Vergleich: Turmfragmente
- Vorher-Nachher-Vergleich: Wehrgang

 

### Kontakt

MST-Mitarbeiter Marc Baloniak

### Marc Baloniak

Projektleitung Schloß Broich

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